FP-Wurm: Schluss mit undurchsichtigen pseudo Netzwerken unter dem Titel der sozialen Hilfsdienste.

FPÖ fordert Gerechtigkeit für Hilfesuchende in Form einer transparenten und zentralen Anlaufstelle.

Eine 40%ige Steigerung des Sozialbudgets seit 2008 steht stetigen Kürzungen des AMS und Sparmaßnahmen bei den Ärmsten der Armen gegenüber. „Diese Einnahmen-Ausgabenrechnung stimmt von vorne bis hinten nicht, ärgert sich FP-Nationalratsabgeordneter Peter Wurm, bei einer derart hohen Kostensteigerung für den Bund, sollten doch gerade Pflegegeldbezieher, behinderte Menschen, Pensionisten oder Menschen mit geringem Einkommen mehr Geld in der Tasche haben oder zumindest eine entsprechende Hilfestellung seitens des jeweiligen Landes erhalten“, so Wurm und zieht eine unerfreuliche Schlussfolgerung daraus. Als Beispiel ist das Land Tirol zu nennen, wo Schätzungen zufolge über 20 Institutionen (z.B. Dowas, Issba, JuNet, etc.) im Auftrag der „Sozialen Gerechtigkeit“ fuhrwerken. „Sozialintegrative Unternehmen“, „Social Profit (Benefit) Unternehmen“, „Sozialökonomische Betriebe“ etc., seien mittlerweile zu Industriezweigen mutiert, die ohne jegliche Kontrolle und mit völliger finanzieller Intransparenz am Leben erhalten werden. Auch die Soziallandesrätin Christine Baur (Grüne) könne die Frage nach genauer Höhe der Zuschüsse und Förderungen von jeweils Bund, Land oder Gemeinden nicht beantworten. „Minister Hundstorfer selbst hat schon lange den Überblick über die Finanzgebarung und finanziellen Zuschüsse dieser Vereine verloren. Der Hilfesuchende auch. Denn an diesem pseudo Netzwerk und Labyrinth an Hilfsdiensten – von Bund, Länder und Gemeinden querfinanziert – verdiene man vom Manager an abwärts Geld, aber dem hilfsbedürftigem Bürger, dem Jahr für Jahr weniger Einkommen zum (Über)-leben bleibe, ist damit nicht geholfen. „Gefordert wird ganz klar eine zentrale Anlaufstelle, wo hilfsbedürftigen Tirolerinnen und Tirolern schnell und unbürokratisch geholfen werden kann, so Wurm.