FP-Wurm: „Wir müssen dem illegalen Schlepperunwesen den Kampf ansagen.“

Der Brenner ist die Hauptschlepperroute in der EU, daher sofortiges Aussetzen der Schengen Abkommen sowie Einhaltung von Dublin II gegen das Geschäft der Schlepperbanden.

„Wir müssen dem illegalen Schlepperunwesen endgültig den Kampf ansagen“, zu dem Schluss kommt FP-Nationalrat und Bezirksobmann von Innsbruck-Land Peter Wurm. „Wir wissen, dass zig-tausende Menschen illegal von der Türkei nach Griechenland und weiter über den Landweg nach Montenegro für ein Honorar von bis zu 10.000 Euro nach Österreich geschleppt werden. Ein blühendes Geschäft für Schlepperbanden. Anstatt in Österreich gegen diesen neuen Geschäftszweig Schritte einzuleiten, schaut man tatenlos zu.“ Kritik übt der FPÖ-Mann an der Quotenregelung, denn „diese ist eine reine Notlösung. Denn die Quote für die Asylwerberunterbringung richtet sich nach der Zahl der Asylwerber. Steigt diese, wie zu erwarten sein wird, steigt auch die Quote. Tirol ist im Verhältnis zu den anderen Bundesländern überproportional betroffen. Die Brennerregion ist die größte Schlepperroute innerhalb der europäischen Union. Fast 50 Prozent aller illegalen Aufgriffe von Asylwerbern finden hier statt“, so Wurm. Demnach hätten 6.000 bis 8.000 illegale Aufgriffe allein 2014 in Tirol stattgefunden. „Es handelt sich bei 80 Prozent der geschleppten Personen um Wirtschaftsflüchtlinge, denen keinesfalls ‚Schutz auf Zeit‘ zusteht. Es werden vier von fünf Asylanträgen negativ beschieden. Durch falsche Angaben der Asylwerber werden Verfahrensdauern in die Länge gezogen und echten Kriegsflüchtlingen somit eine belastende Situation in den Heimen auferlegt“, so Wurm weiter und kritisiert, dass die veröffentlichten Zahlen teilweise schlichtweg falsch seien, besonders in Bezug auf die Verfahrensdauer der Asylanträge. „Wir müssen dem illegalen Schlepperunwesen den Kampf ansagen“, so Wurm und fordert ganz klar, ein Aussetzen von Schengen sowie die Einhaltung von Dublin II durch die europäischen Mitgliedsstaaten um die Situation zumindest ansatzweise in den Griff zu bekommen.