FPÖ-Deimek/Wurm zu Gaslieferungen: Westen provoziert Gaskonflikt

Kein Reverse Flow in die Ukraine

Seit Freitag erhalten einige europäische Staaten – darunter auch Österreich – weniger Erdgas. Der Grund ist noch nicht bekannt. „Wir müssen den Reverse Flow aus Europa in die Ukraine stoppen. Wir brauchen jeden Kubikmeter Erdgas selbst“, kommentiert der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Gerhard Deimek, der seine Partei im Energiebeirat und Energielenkungsbeirat des Wirtschaftsministeriums vertritt.

Die freiheitlichen Nationalratsabgeordneten Gerhard Deimek und Peter Wurm fordern ein Ende der Eskalationspolitik gegenüber Russland. „Russland hat selbst während der düstersten Kapitel des Kalten Krieges verlässlich Erdgas geliefert. Daran sollten die Herrschaften in Brüssel und die Regierung in Wien denken“, fordert Deimek einen partnerschaftlichen Umgang mit Russland. „Wir kennen den Grund für die geringeren Liefermengen nicht. Aber der Engpass untermauert unsere Verwundbarkeit“, fordert der freiheitliche Konsumentenschutzsprecher Peter Wurm umsichtigere Politik. Der Konsument dürfe am Ende nicht der Leidtragende sein.

„Speicher sind keine Gasfelder. Wir sind auf Erdgasimporte angewiesen, daran ändern europäische Rhetorik und Gerede von Solidarität mit der Ukraine absolut nichts“, fordert Deimek eine an Realitäten orientierte Debatte. „Durch den Reverse Flow in die Ukraine sägt die Europäische Union am eigenen Ast. Einerseits wird dadurch Russland provoziert und andererseits brauchen wir das Gas selbst. Ich möchte auch in den kommenden Jahren keinen kalten Winter in Österreich erleben“, mahnt Wurm zur Vernunft.