FPÖ-Neubauer/Wurm: Den Wucherzinsen der Banken bei der Kontoüberziehung ist sofort ein Ende zu setzen

„Es ist eine Ungeheuerlichkeit, dass sich die Banken an jenen, die gezwungen sind, ihr Konto zu überziehen, eine goldene Nase verdienen! Minister Hundstorfer hat Handlungsbedarf“

„Es ist eine Ungeheuerlichkeit, dass sich die Banken an jenen, die gezwungen sind, ihr Konto zu überziehen, eine goldene Nase verdienen!“, kritisieren der freiheitliche Seniorensprecher NAbg. Werner Neubauer und FPÖ-Konsumentenschutzsprecher NAbg. Peter Wurm die Tatsache, dass im Gegensatz zu den Habenzinsen die Sollzinsen nicht an den stark gesunkenen Leitzinssatz der EZB angepasst wurden.

„Ein Sparer bekommt heute für seine Einlage weit weniger Zinsen, als er durch die Inflation an Wertverlust erleidet. Er hat also real einen Verlust und muss dafür paradoxerweise noch Kapitalertragsteuer zahlen! Umgekehrt, wenn jemand sein Girokonto überzieht, werden aktuell bis zu 13,25 Prozent an Zinsen fällig. Der Leitzinssatz ist seit September auf einem Rekordtief, doch die Banken geben nichts davon an die Kontokunden weiter, die Kunden werden regelrecht abgezockt“, so Wurm.

Besonders betroffen seien hier oft Bezieher geringer Einkommen, wie beispielsweise viele Pensionisten. Sie müssten oft mit einer Mindestpension das Auslangen finden und seien dann gezwungen für unvorhergesehene größere Ausgaben das Konto zu belasten. Zusätzlich würden Kontoinhaber immer wieder beklagen, dass Banken die Überweisungen verspätet tätigten, sodass es dann durch die Zahlungen per Monatsbeginn zu einem Minus auf dem Konto komme, erklärt FPÖ-Seniorensprecher Werner Neubauer. „Obwohl die Kontoinhaber keinerlei Verschulden trifft, werden knallhart Verzugszinsen verrechnet. Ein diesbezüglicher Antrag von mir im Nationalrat, der diese Unsitte künftig unterbinden sollte, wurde von allen anderen Parlamentsparteien abgelehnt! Dies zeigt, wie ernst diese Herrschaften die Anliegen der Menschen nehmen“, so Neubauer.

Dem Nationalrat lägen zwei Anträge von FPÖ-Konsumentenschutzsprecher Peter Wurm vor, in denen eine Senkung bzw. gesetzliche Regelungen für eine vollkommene Transparenz der Banküberziehungszinsen inklusive einer marktkonformen Deckelung des Überziehungshöchstzinssatzes im Verhältnis zum jeweils aktuellen Leitzinssatz der EZB gefordert werde. „Nachdem auch Sozial- und Konsumentenschutzminister Hundstorfer in diesem Zusammenhang von einer ‚unhaltbaren Situation‘ gesprochen hat, müsste er konsequenterweise die freiheitlichen Forderungen unterstützen und so dafür Sorge tragen, dass der Abzocke durch die Banken ein baldiges Ende gesetzt wird. Konsumentenschutzminister Hundstorfer hat Handlungsbedarf“, so Neubauer und Wurm.