FPÖ-Wurm: „95% aller Schuldner schaffen Neustart nicht.“

Die Grundprobleme, einerseits das viel zu geringe Einkommen und andererseits die zu hohen Überziehungszinsen bei Banken, müssen nachhaltig angegangen werden.

Anlässlich „20 Jahre Privatkonkurs“, beschäftigten sich zahlreiche Experten mit der Entstehung des gerichtlichen Schuldenregulierungsverfahrens und dem aktuellem Reformbedarf. FP-Konsumentenschutzsprecher Peter Wurm zeigte als Podiumsteilnehmer aktuelle Probleme sowie dazugehörige Lösungen auf. „Angesichts steigender Arbeitslosigkeit und Lebenserhaltungskosten sowie dem viel zu geringen Einkommen, geraten immer mehr Menschen in Österreich in die Schuldenfalle – aber nur 5% aller Schuldner schaffen den Sprung in das Verfahren des Privatkonkurses um nach 7 Jahren eine völlige Schuldenbefreiung zu erreichen“, so Wurm. Die Regierung, allen voran Arbeitsminister Rudolf Hundstorfer sei aufgefordert, längst überfällige freiheitliche Anträge zur Entlastung der Menschen mit geringem Einkommen endlich zu bearbeiten und nicht weiter zu ignorieren! „Ziel muss es sein, dieses Problem an der Wurzel zu packen. Die Menschen dürfen gar nicht erst in die Situation des Schuldenmachens geraten, so Wurm weiter, daher liegen seit geraumer Zeit freiheitliche Initiativen zur gesetzlichen Regulierung der horrend hohen Überziehungszinsen bei Banken oder für einen Gebührenstopp für die Bürger bis 2018 auf dem Tisch, die Hundstorfer, anstatt nur heiße Luft zu produzieren, endlich bearbeiten sollte. „Die Schuldenspirale muss gestoppt werden. Da hilft es nichts wenn man nur die Mindestquote von 10% im Abschöpfungsverfahren verringert um eine Schuldenbefreiung zu erreichen. Die Grundprobleme, einerseits das viel zu geringe Einkommen und andererseits die zu hohen Überziehungszinsen bei Banken, müssen nachhaltig angegangen werden. Wer so gern und oft von sozialer Gerechtigkeit spricht wie SPÖ-Minister Hundstorfer, sollte Worten auch einmal Taten folgen lassen“, so Wurm.