FPÖ-Wurm: Arbeitsmarktgipfel 1.0 in Tirol deckt Probleme zu statt Lösungen zu finden.

Mit beschönigen von Statistiken, Eigenlob und Pseudo-Projekten umgehen Platter, Tratter und Co Probleme am Arbeitsmarkt.

Die Conclusio aus dem gestrigen Arbeitsmarktgipfel im Tiroler Bildungsinstitut (Igls) war nicht sonderlich überraschend: „Das Problem ist die soziale Hängematte. Je höher der Grad der sozialen Leistungen ist, desto höher ist der Anteil der Arbeitslosen“, fasst FP-Nationalrat Peter Wurm zusammen. Bestes Beispiel sei die Rot-Weiß-Rot-Karte: Mit diesem viel gelobten Projekt sollten 8000 Fachkräfte pro Jahr den österreichischen Arbeitsmarkt bereichern. Doch seit Einführung vor über drei Jahren wurde deutlich, dass lediglich ein Bruchteil von der erwartenden Nachfrage gekommen ist. „Die ständigen Forderungen der ,Ahnungslosen` die an ihrer Gutmensch-Theorie festhalten und glauben Migration von hochqualifizierten Facharbeitern aus aller Herren Länder retten Österreichs Wirtschaft, ist in der Praxis und aus volkswirtschaftlicher Sicht ein völliger Unsinn“, so Wurm. Derzeit sind in Tirol über 28.000 Menschen arbeitslos gemeldet – ein Plus von knapp 5% zum Vorjahr. Dazu befinden sich fast 3.000 Menschen in Schulungen des AMS. Die schwächste Gruppe unter den Arbeitslosen weisen „Pflichtschulabschluss“ (ca. +11% zum Vorjahr) oder keine abgeschlossene Schulbildung auf. Durch die Migration würde eben dieser Bereich noch stärker belastet bzw. noch mehr Menschen fielen in die soziale Hängematte. „Wie man am gestrigen Arbeitsmarktgipfel hören konnte, werden Probleme einfach verschoben und mit Pseudo-Projekten und Bildungsoffensiven von Arbeitslandesrat Tratter schön geredet“, so Wurm. Fest steht, der Tiroler Wirtschaftssektor schreibt Jahr für Jahr rote Zahlen. „Wir müssen unsere Wirtschaft mit entsprechenden Anreizen und zielgerichteten Maßnahmen in Schwung bringen. Das schafft Arbeitsplätze und sichert auch zukünftig Ausbildungsplätze für Tirols Jugend“, so Wurm abschließend.