FPÖ-Wurm: „Der Brenner ist die größte Schlepperroute innerhalb der europäischen Union, hier finden fast 50 Prozent aller illegalen Aufgriffe von Asylwerbern statt.“

FPÖ-Bezirksobmann von Innsbruck-Land übt heftige Kritik an den Ergebnissen der Landeshauptleutekonferenz. Er ortet auch Pläne für Erstaufnahmezentren in der Gemeinde Sistrans und auch im Wipptal.

„Die Brennerregion ist die größte Schlepperroute innerhalb der europäischen Union, hier finden fast 50% aller illegalen Aufgriffe von Asylwerbern statt“, so FP-Nationalrat und Bezirksobmann Peter Wurm. 6.000 bis 8.000 illegale Aufgriffe hätten allein 2014 in Tirol stattgefunden. Das würde für Tirol eine massive Steigerung der Asylantenzahl bedeuten. Wo letztlich die Verteilzentren genau etabliert werden, solle der Bund in Kooperation mit den Ländern entscheiden. In Tirol scheine hier aber schon was durchgesickert zu sein. „Aus gut informierten Kreisen haben wir vernommen, dass die Errichtung des Erstaufnahmezentrums in der kleinen Gemeinde Sistrans bei Innsbruck angedacht ist“, so Wurm. „Bei einem so einschneidenden Entschluss, müssen die Bürgerinnen und Bürger eingebunden werden und fordert erneut die Durchführung einer Volksbefragung noch vor Errichtung eines Erstaufnahmezentrums“, konkretisiert Wurm. Er ortet auch zunehmende Belastungen für das Wipptal: „Landeshauptmann Platter hat sich zur Äußerung von Kärntens Landeshauptmann Kaiser, wonach das Erstaufnahmezentrum dort Sinn macht wo viele Flüchtlinge ankommen, noch nicht positioniert. Für die Brennerregion drohe daher ein Traiskirchen II“, ärgert sich Wurm und merkt an: „Indem Platter diese wahnwitzige Forderung nicht dementiert hat, zeigt sich klar, dass er sich keineswegs für die Bevölkerung im Bezirk Innsbruck-Land einsetzt. Ich hätte mir in dieser Sache mehr Mut und eine faire Positionierung erwartet, die ist leider ausgeblieben“, so Wurm abschließend.