FPÖ-Wurm: „Die Zahlen belegen klar, dass die Lehrlingsausbildung für Asylwerber ein Flop ist.“

Parlamentarische Anfrage zu Lehrlingsbeschäftigung für Asylwerber.

Seit 2012 erteilte das AMS österreichweit insgesamt 420 Lehrlings-Beschäftigungsbewilligungen für Asylwerber. Ende Juni 2016 waren 213 Lehrlings-Beschäftigungsbewilligungen für Asylwerber aufrecht, 199 davon bei laufender Beschäftigung. Von allen österreichweit erteilten Lehrlings-Beschäftigungsbewilligungen sind inzwischen 184 ruhend gestellt worden – dies hat Arbeitsminister Alois Stöger (SPÖ) in einer aktuellen parlamentarischen Anfragebeantwortung (9260/AB) des freiheitlichen Nationalratsabgeordneten Peter Wurm bekannt gegeben.

„Die Zahlen beweisen, was wir Freiheitlichen bereits längst prophezeit haben: Die Lehrlingsausbildung für Asylwerber ist ein Flop!“, so der Abgeordnete. Tirol belegt mit 68 erteilten Lehrlingsausbildungen seit 2012 österreichweit, nach Oberösterreich und der Steiermark, den dritten Platz. Als „ziemlich ernüchternd“ angesichts dieser Vorreiterrolle, bezeichnet Wurm die Zahlen: „Seit 2012 sind durchschnittlich jedes Jahr 17 Bewilligungen erteilt worden, wovon mehr als die Hälfte wieder ruhend gestellt worden sind. Welche Gründe es für den Abbruch gab, kann Minister Stöger nicht sagen, da gibt es wieder einmal keine Statistik“, so Wurm. Trotz immenser Kraftanstrengung und hohem Finanzaufwand seitens des AMS, sei es nicht möglich Asylwerber-Lehrlinge langfristig in Beschäftigung zu bringen. „Es ist Zeit die Realität angesichts dieser Zahlen endlich anzuerkennen. Es ist nicht möglich Menschen aus teils sehr bildungsfernen Schichten in eine Hochleistungsgesellschaft wie Österreich zu integrieren. Unser Arbeitsmarkt ist darauf nicht eingestellt“, so Wurm und verweist darauf endlich die Versäumnisse und Verfehlungen in der Zuwanderungspolitik anzugehen.

Beilage: Anfragebeantwortung (9260/AB)