FPÖ-Wurm: „Ist Südtirol für die ÖVP ewig gestrig?“

ÖVP-Pfurtscheller blamiert sich mit peinlicher Aussage im Südtirol-Ausschuss. Vielleicht hilft Rhetorikseminar bei schwarzer Kaderschmiede weiter.

„Die ÖVP hat sich offensichtlich schon seit längerer Zeit von der Südtirol-Politik verabschiedet. Dies bewies gestern einmal mehr Elisabeth Pfurtscheller mit Ihrer lächerlichen Wortspende“, kommentierte FPÖ-Nationalrat Peter Wurm, Mitglied im Südtirol Ausschuss, die schwerst peinliche Aussage der ÖVP Abgeordneten, die behauptet, die FPÖ mache eine „ewig gestrige Politik“ indem sie das Selbstbestimmungsrecht der Südtiroler und eine Österreichische Staatsbürgerschaft für ebendiese fordert.

Fakt sei, dass Italien derzeit an einer zentralistischen Verfassungsreform bastle, um die Südtirol-Autonomie auszuhöhlen. Die freiheitliche Forderung soll daher den italienischen Nationalisten Paroli bieten und unterstützt damit Hunderttausende Südtiroler auf ihr Anrecht auf den Status ihrer Sonderautonomie in Italien. „Es ist einfach nur peinlich wie bereitwillig nun auch die „Hinterbänkler“ der ÖVP mit völlig unsachlichen Äußerungen vorpreschen, ohne sich vorher darüber Gedanken zu machen, welchen Sinn und Zweck eine Forderung der Opposition hat“, so Wurm. So eine Aussage gerade von jener Kollegin zu hören, die seit ihrem Amtsantritt Ende 2013 noch nie aufgrund sachpolitischer Fragen aufgefallen ist, ist mehr als grenzwertig“, so Wurm und zitiert in diesem Zusammenhang den Sager des ehemaligen Bundeskanzler Kreisky: „Lernen Sie Geschichte, Frau Kollegin!“

„Liebe Frau Pfurtscheller, ich hätte mir ehrlich gesagt erwartet, auch mit der ÖVP vernünftig über dieses sehr wichtige Thema zu diskutieren. Mit Ihrer Vorstellung haben Sie aber bewiesen, dass Sachpolitik auf Augenhöhe wohl nicht ihre Stärke ist. Ich empfehle Ihnen dringend einen Rhetorik Kurs in der ÖVP Kaderschmiede zu besuchen bevor Sie sich in den nächsten Ausschuss setzen“, so Wurm.