FPÖ-Wurm: „Landen bald Gentech-Äpfel auf unseren Tellern?“

Gentech-Lebensmittelerzeugung à la USA und Kanada ist mit europäischen Standards auf keinen Fall vereinbar.

„Spätestens wenn die Verhandlungen um TTIP erfolgreich abgeschlossen werden, ist das ein schwarzer Tag für die österreichischen Qualitätsstandards bei Lebensmitteln. Konsumenten dürften das Schlimmste befürchten“, erklärt FP-Konsumentenschutzsprecher Peter Wurm, der im bereits ausverhandelten Freihandelsabkommen mit Kanada (CETA) den ersten Schritt in Richtung Gentech am europäischen Markt erwartet. In den USA wurde nun der erste gentechnisch veränderte Apfel auf dem Markt zugelassen, dies gab jüngst das kanadische Biotech-Unternehmen Okanagan Speciality Fruits bekannt. Das Unternehmen hat „die Gene, die den Apfel braun machen, ausgeschaltet“ und durch andere Gene ersetzt, so das Unternehmen. „Den „Igitt-Faktor“ bei einem bräunlich gewordenen Apfel kann ich nicht erkennen. Das ist natürlich und es soll auch unseren Kindern und Kindeskindern bewusst sein, dass sich Früchte in ihrer Farbe oder Konsistenz verändern können“, so Wurm weiter und hat bereits eine entsprechende parlamentarische Anfrage an den Konsumentenschutzminister gestellt. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium hat den Verkauf des gentechnisch veränderten Apfels erlaubt ohne das die Food and Drug Administration FDA seine Untersuchungen an dem Apfel abgeschlossen hat – eine Überprüfung durch die FDA sei nämlich nur auf freiwilliger Basis durchzuführen. Auch eine Kennzeichnungspflicht für den Apfel sei nicht vorgesehen. „Genetisch veränderte Organismen in Lebensmittel werden offensichtlich ganz leicht, ohne sie auf gesundheitsschädliche Faktoren zu überprüfen oder sie mit einer Kennzeichnungspflicht zu versehen, in den USA genehmigt. Den Lobbyisten sei Dank. So etwas ist mit den europäischen Standards auf keinen Fall vereinbar“, kritisiert Wurm und betont, dass eine Volksbefragung in Österreich zu den Freihandelsabkommen TTIP oder CETA unerlässlich ist. Ansonsten sollte den Verhandlungen auf österreichischer Seite eine klare Absage erteilt werden.