FPÖ-Wurm: Mehrkosten durch Reifendruckkontrollsystem (RDKS) verunsichern Österreichs Verbraucher

„Die Regierung, geführt am Gängelband der EU, bevorzugt es zu schweigen, wenn es um Geldbeschaffung geht“

Wien (OTS) – „Die jüngste EU-Verordnung zum Reifendruckkontrollsystem (RDKS) verunsichert viele Österreicherinnen und Österreicher zu Recht“, so FPÖ-Konsumentenschutzsprecher NAbg. Peter Wurm. „Die Regierung – allen voran Minister Hundstorfer – hat offenbar keinen Anlass gesehen, die Konsumenten hier entsprechend auf die neue Regelung hinzuweisen, geschweige denn über Kosten, die in diesem Zusammenhang für die Autofahrer entstehen, zu informieren“, kritisiert Wurm. „Fakt ist, das RDKS kostet Geld – einmal beim Reifenkauf (Winter- bzw. Sommergarnitur) und regelmäßig in der Wartung“, betont Wurm.

Der private Reifenwechsel vor der eigenen Garage gehöre mit RDKS bald der Vergangenheit an – die notwendige Kalibrierung des Systems und die Wartung bei Sensoren an den Reifen könne nur von Fachwerkstätten durchgeführt werden. Das Problem für Kfz-Werkstätten liege darin, dass ohne Überprüfung des jeweiligen Fahrzeuges keine genaue Preisangabe gemacht werden könne. Es gebe zirka vier verschiedene Sensoren-Hersteller und nicht jeder Sensor sei mit jedem Autotyp kompatibel. Laut Auskunft von Werkstätten seien nur in wenigen Autotypen die günstigere „Indirekt-Messung“ über ABS verbaut und sie würden daher einen erhöhten Bedarf an der teureren „Direkt-Messung“ mit Sensoren über die Reifen für alle übrigen Automodelle orten. Es bestehe, so Wurm, außerdem die Möglichkeit, dass auch vor dem 1. November 2014 zugelassene und mit einem Reifendruckkontrollsystem ausgestattete Pkw bei der §57a-Begutachtung 2017 auf die Funktionstüchtigkeit des RDKS hin überprüft würden. Funktioniere es nicht, sei das ein schwerer Mangel und es gebe kein „Picklerl“.

„Ich halte es für ignorant, dass Minister Hundstorfer sich in diesem Zusammenhang nicht klar positioniert und den Konsumenten, vor allem den Autofahrern, nicht mitteilt, welche Kosten mit dieser EU-Verordnung auf sie zurollen. Das verursacht Verunsicherung und Verärgerung unter den Autofahrern“, so Wurm.