FPÖ-Wurm: „Rot-Schwarze Regierung schaut tatenlos zu, wie Bankkunden abgezockt werden“

Konsumentenschutz für SPÖ-Minister Hundstorfer wohl nur ein Schlagwort in der Bezeichnung seines Ministeramtes

„Während die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzinssatz auf nahezu Null gesenkt hat und sich die heimischen Banken damit billig Geld beschaffen können, verlieren die Bürger nach und nach ihr Erspartes“, so FPÖ-Konsumentenschutzsprecher Peter Wurm. Astronomisch hohe Überziehungszinsen von bis zu 15 Prozent machen es möglich: „Würde sich eine heimische Bank etwa eine Million Euro bei der EZB finanzieren, kostet das die Bank ca. 500 Euro im Jahr. Vergibt diese Bank die Million im Bereich der Überziehungszinsen weiter an die Kunden, verdient die Bank daran 132.000 Euro“, rechnet Wurm vor.

„Leidtragende sind zudem ausgerechnet jene, denen es finanziell nicht so gut geht und die schauen müssen, wie sie Monat für Monat über die Runden kommen – Familien, Alleinerzieherinnen, Mindestpensionisten. Die Banken in die Schranken zu weisen ist daher auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit“, erklärt Wurm. Zusätzlich kämen auch zahlreiche Klein- und Mittelbetriebe in die Situation ihr Konto zu überziehen. „Die KMU gelten als das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft. Diese Betriebe nicht zu entlasten ist wirtschaftsfeindlich und gefährdet Arbeitsplätze“, so Wurm.

„Die Regierungsparteien könnten bei den Überziehungszinsen jederzeit mäßigend einwirken – bei den 3.000 „Zielpunkt“-Mitarbeitern wurde dies auch getan. Aber was ist mit den anderen Österreichern, die vielleicht auch ihre Arbeit verloren haben? Für die wird leider nichts getan. Wir Freiheitliche fordern jedenfalls auch im neuen Jahr 2016 die vollkommene Transparenz der Bank-Überziehungszinsen inklusive einer marktkonformen Deckelung des Überziehungshöchstzinssatzes im Verhältnis zum jeweils aktuellen Leitzinssatz der EZB. Konsumentenschutz darf nicht nur ein Schlagwort in der Bezeichnung eines Ministeramtes darstellen – er ist im Sinne der Konsumentinnen und Konsumenten gesetzlich einzufordern und das werden wir auch weiterhin tun“, so Wurm.