FPÖ-Wurm: „Solange organisiertes Schlepperunwesen nicht unterbunden wird, machen sich alle an einer verfehlten Asylpolitik mitschuldig“.

FPÖ fordert umgehend Grenzkontrollen und Einhaltung der europäischen Asylabkommen.

„Solange das organisierte Schlepperunwesen nicht kategorisch unterbunden wird und weiterhin auf Kosten der Menschen Geld gemacht wird, machen sich alle innerhalb Europas an dem System einer verfehlten Asylpolitik mitschuldig“, so FP-Nationalrat und Bezirksobmann von Innsbruck-Land Peter Wurm. So wurden 2014 über 7.000 illegale Asylwerber in Tirol aufgegriffen, doch die Dunkelziffer lässt sich naturgemäß nur erahnen. „Beim kriminellen Schlepperwesen handelt es sich nicht um ordnungsgemäßes Asyl. Schlepper und die Mafia verlangen für Transporte unter menschenunwürdigen Verhältnissen nach Europa zwischen 10.000 und 15.000 Euro. Die Menschen werden dabei in Italien in den Zug gesetzt und Richtung Norden gebracht“, so Wurm. Solange die Mafia finanziert werde, sei den Menschen dabei nicht geholfen. So leitet Wurm ab, dass das kriminelle Schlepperwesen mittlerweile ein ähnlich lukratives Geschäft ist, wie der Waffenhandel oder die Prostitution. Allein in Tirol seien 109 Beamte für Schengen-Ausgleichsmaßnahmen (AGM) zuständig. „Dublin II muss von allen europäischen Mitgliedsstaaten eingehalten werden. Es kann nicht sein, dass ein Verstoß gegen das gemeinsame europäische Asylabkommen nicht exekutiert wird“, so Wurm. „Es handelt sich bei 80% der geschleppten Personen um Wirtschaftsflüchtlinge, denen keinesfalls „Schutz auf Zeit“ zusteht. Es werden 4 von 5 Asylanträgen negativ beschieden. Durch falsche Angaben der Asylwerber werden Verfahrensdauern in die Länge gezogen und echten Kriegsflüchtlingen somit eine belastende Situation in den Heimen auferlegt“, so Wurm weiter. Laut einer Anfragebeantwortung von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, fiel pro Antrag für das Jahr 2013 etwa 1.475 Euro an. Rechnet man diese auf rund 3.000 Asylanträge in Tirol für das Jahr 2014 hoch, ergibt das 4,4 Millionen Euro. „Das ist lediglich der Kostenbeitrag für den administrativen Teil – also nur die Abwicklung der Asylanträge“, so Wurm. Es sei eine grundsätzliche Neuorientierung in der Asylpolitik notwendig. „Wir brauchen umgehend Grenzkontrollen und eine Einhaltung der europäischen Asylabkommen als wirksames Mittel, illegal Einreisende in sichere Drittstaaten zurück zu schicken“, so Wurm.