FPÖ-Wurm: Tiroler gehen als eindeutige Verlierer aus Steuerreform hervor

„Duo Infernale“ LH Platter und WK-Präsident Bodenseer spielen doppeltes Spiel, bei dem Tourismus, Wirtschaft und Tiroler Bürger draufzahlen werden.

„Als Tourismushochburg Nummer Eins und Standort von über 40.000 Klein- und Mittelbetrieben, geht Tirol mit Inkrafttreten der Steuerreform als eindeutiger Verlierer hervor“, kritisiert FPÖ-Nationalrat Peter Wurm. Einerseits wird Tirols Tourismus mit der geplanten Erhöhung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes von 10 Prozent auf 13 Prozent zu kämpfen haben, andererseits würde eine Erhöhung der Grundsteuer den Tiroler Mittelstand gleich doppelt treffen. „Tirol ist das Immo-Hochpreisland schlechthin. Wer sich ein Eigenheim schaffen möchte, bezahlt ein Vielfaches von dem, was in anderen Bundesländern zu berappen wäre“, so Wurm. Die Erhöhung der Bemessungsgrundlage für das Vererben bzw. Verschenken von Grundstücken ist eine Vermögensteuer durch die Hintertür und kommt einer kalten Enteignung gleich“, kritisiert Wurm und erklärt anhand folgendem Beispiel: Bisher wurde eine Wohnung in Mils nach dem Einheitswert mit zB. 30.000 Euro bewertet. Geplant ist, die Bemessungsgrundlage vom (günstigeren) dreifachen Einheitswert auf den teureren Verkehrswert (= Marktwert) umzustellen. „Das heißt die Wohnung in Mils wird nun mit 500.000 Euro bewertet – die Ausganglage verteuert sich damit erheblich“, betont Wurm. Außerdem würde eine Bemessung der Steuer anhand des Verkehrswertes bei jeder Übertragung die Einholung eines Sachverständigen-Gutachtens notwendig machen und dadurch Mehrkosten verursachen. „Wer wird das Gutachten bezahlen und wer wird es durchführen?“, fragt sich Wurm und bezweifelt ein Interesse seitens des Finanzministeriums an einer niedrigen Verkehrswert-Schätzung. „Die Steuerreform provoziert neue Massensteuern, die gerade den Erwerbstätigen sowie den kleinen und mittleren Betrieben das Geld aus der Tasche zieht. Das ÖVP „Duo Infernale“ mit Landeshauptmann Günther Platter, „guter Bulle“ und Befürworter der Steuerreform und Parteikollegen Dr. Jürgen Bodenseer, „böser Bulle“ und Gegner der Reformpläne, spielen hier ein doppeltes Spiel, bei dem der Tiroler Tourismus massiv gefährdet und die Wirtschaft draufzahlen wird“, so Wurm.