FPÖ-Wurm: VKI-Finanzspritze „zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel“

Wurm fordert erneut eine langfristige Finanzierung des VKI mithilfe einer Zweckwidmung von Bußgeldern aus Verfahren vor der Bundeswettbewerbsbehörde

„Nachdem der Verein für Konsumentinformation (VKI) unter SPÖ und ÖVP jahrelang finanziell ausgehungert und lediglich mit einzelnen mageren Zwischenfinanzierungen ‚am Leben‘ erhalten wurde, ist die ‚Mini-Finanzspritze‘, die dem VKI nun ‚gnädigerweise‘ zugestanden wurde natürlich begrüßenswert, aber ‚zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel’“, sagte heute FPÖ-Konsumentenschutzsprecher NAbg. Peter Wurm. Eine langfristige VKI-Finanzierung mithilfe einer Zweckwidmung von Bußgeldern aus Verfahren vor der Bundeswettbewerbsbehörde sei eine lang erhobene Forderung der FPÖ, die aber seitens der SPÖVP-Fraktion immer wieder in den Ausschüssen vertagt wurde – zuletzt beim Budget 2017.

„Das ist typisch Rot und Schwarz. Die ÖVP hat den VKI als Partner mit der Landwirtschaftskammer und mit der Wirtschaftskammer verlassen. Letztes Jahr ist dann auch noch der rote ÖGB ausgestiegen. Kurz vor dem Kollaps wird der Faule am Abend doch noch fleißig. Natürlich begrüßen wir jede finanzielle Unterstützung des VKI, aber unsere Forderung, dem VKI sowie der Bundeswettbewerbsbehörde einen Anteil von je 25 Prozent an Strafzahlungen zuzuweisen, hätte einen weitaus größeren Nutzen gebracht“, so Wurm.

„Wir werden jedenfalls weiterhin dafür kämpfen, dass der VKI zukünftig mehr Geld in die Hand bekommt, denn für die Verbraucher wird es in letzter Konsequenz immer schwieriger ihre Interessen gegenüber den Großkonzernen, die teilweise in Steueroasen sitzen, durchzusetzen. 1,5 Millionen pro Jahr sind aber ein erster Schritt um den Konsumentenschutz in Österreich auf breitere finanzielle Beine zu stellen“, sagte Wurm.