FPÖ-Wurm: „Weitere Sozialexperimente im Bildungssektor lehne ich ab“

Sei es eine Zwangsumwandlung zur Gesamtschule oder ein sukzessives Beenden des Religionsunterrichtes. War Bildungsministerin selbst denn so unzufrieden mit eigener Schulbildung?

„Die FPÖ lehnt Sozialexperimente im Bildungssektor vollends ab. Sei es eine „Modell-Region“, eine gemeinsame Schule für alle 10- bis 14-Jährigen, ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr für alle oder auch das sukzessive Beendigen des Religionsunterrichtes“, so heute FP-Nationalrat und Mitglied im parlamentarischen Unterrichtsausschuss, Peter Wurm. Anstatt sich endlich zu fragen, warum ca. 30% der 15-Jährigen nach 9 Jahren Schule weder schreiben, lesen noch rechnen können – und das in einem der teuersten Schulsysteme Europas – geht man her, bedruckt x-Seiten Papier mit einem Schulexperiment nach dem anderen und verkauft es dann als den „großen Wurf“ des Jahres.

„Die „Model-Region“ zur gemeinsamen Schule sieht vor, dass max. 15% eines Schultyps in einer größeren Region oder im ganzen Bundesland eingeführt wird. Die Ministerin konnte nicht einmal sagen, wer bestimmt ob oder wieviel AHS-Unterstufen „umgewandelt“ werden, wie es mit der Wahlfreiheit für Schüler und Eltern aussieht, oder wie es zukünftig um den Erhalt der Gymnasien steht“, kritisiert Wurm die wenig auskunftsfreudige Ministerin im gestrigen Unterrichtsausschuss. „Wenn sie es wirklich nicht weiß, würde ich mir genau überlegen weitere Schritte zur Umsetzung zu unternehmen, das geht in die Hose“. Wurm kritisiert außerdem die weiteren Zwangsbeglückungen – weder Eltern noch Kinder seien zu den Projekten gefragt worden.

„Ich frage mich, ob Bildungsministerin Heinisch-Hosek denn so unzufrieden mit ihrer eigenen Schulbildung war? Offensichtlich schon, ansonsten würde sie wohl nicht derart hartnäckig an einem bildungspolitischen Sozialexperiment nach dem anderen arbeiten. Dies praktiziert Sie allerdings auf Kosten unserer Kinder und damit auf Kosten der Zukunft Österreichs“, so Wurm.