FPÖ-Wurm: Zuwanderer sind nicht gebildeter als Österreicher, Herr Minister!

„Wenn ich behaupte Bayern München hält bei uns ein Trainingslager ab und anschließend steigt die österreichische Bundesliga im FIFA-Rang auf, wäre es der selbe Schwachsinn“.

„Der durchschnittliche Zuwanderer von heute ist gebildeter als der durchschnittliche Österreicher“. Diesen wenig schmeichelnden Satz sagte Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) bei einer Veranstaltung in der Gemeinde Gerasdorf bei Wien. In der gestrigen Nationalratssitzung hat der Minister seine Aussage, im Zuge der von der FPÖ eingebrachten parlamentarischen Anfrage mit der Bitte um Klarstellung, noch einmal bekräftigt. „Seine zu Unrecht gefärbte Statistik beruht allein darauf, dass ausländische Studierende aus EU-Staaten, die ja nicht gerade klassische Zuwanderer sind, ebenso mitgezählt werden wie Österreicher – nur kehren diese nach ihrem Auslandsaufenthalt wieder in ihre Heimat zurück“, hält FP-Nationalratsabgeordneter Peter Wurm fest. „Die Aussage des Ministers ist etwa gleich schwachsinnig, als würde ich behaupten, je länger Bayern München bei uns ein Trainingslager abhält, desto höher steigt die österreichische Bundesliga im FIFA-Rang auf“, betont Wurm. „Das schönfärben von Statistiken ist nicht Sinn der Übung. Es dient einzig und allein der Verzerrung der Realität“, so Wurm. Selbst auf der Homepage von Kurz, dem Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF), sei unter der Rubrik „Zahlen und Fakten: Wie gebildet sind Migranten?“ nachzulesen, dass nur sechs Prozent der ex-jugoslawischen und vier Prozent der türkischen Migranten einen Uni-Abschluss haben. Außerdem würden sich Probleme junger Migranten schon zu Beginn ihrer Bildungskarriere zeigen. „Fakt ist, jene Zuwanderung die wir bräuchten um eventuell einen Facharbeitermangel auszugleichen kommt nicht – das Projekt Rot-Weiß-Rot Karte ist nachweißlich gescheitert. Sebastian Kurz wäre als „österreichischer“ Außenminister gut daran beraten nicht immer so zu tun als wären die Österreicher dümmer als die Zuwanderer, wohl mit dem Hintergedanken, die Migranten besser zu stellen“, schließt Wurm.