FPÖ-Wurm/Haider zu Turecek: Lebensmittelinformationsverordnung ist und bleibt ein Bürokratiemonster

„Noch mehr Bürden, noch mehr Schikanen, noch mehr Vorschriften und saftige Strafen: Diese Suppe haben Rot und Schwarz den Betrieben eingebrockt“

„Die Gastronomen haben nur zwei Möglichkeiten: Entweder ihre Speisekarten bekommen den Umfang eines mittleren Lexikons oder es muss mindestens immer ein Mitarbeiter vor Ort sein, der die Gäste über Allergene aufklären kann und der alle drei Jahre an einer Schulung teilnehmen muss. Wo bitte soll hier eine Entschärfung sein? Diesen zusätzlichen Aufwand – egal, ob mündlich oder schriftlich -als Erfolg zu verkaufen ist eine Frechheit“, empören sich FPÖ-Konsumentenschutzsprecher NAbg. Peter Wurm und FPÖ-Tourismussprecher NAbg. Mag. Roman Haider über die Aussagen von Willy Turecek, Bundesobmann des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands (SWV) in der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, zur EU-Lebensmittelinformationsverordnung.

Die Freiheitlichen hätten bereits von Anbeginn an auf die Unsinnigkeit dieser Verordnung und den Schaden, den sie der heimischen Gastronomie verursache, hingewiesen. „Kochen mit heimischen saisonalen Produkten wird für Gastronomen zum bürokratischen Spießrutenlauf. Diese Verordnung ist ein Anschlag auf die abwechslungsreiche österreichische Küche. Österreich als Tourismusland kann nur verlieren“, betont Haider. „Unter dem Deckmantel des Verbraucherschutzes stellt die Europäische Union heimische EPU und KMU vor immer größere Hürden, von der Lebensmittelinformationsverordnung profitieren nur Konzerne – und die Konsumenten werden in Zukunft nur mehr industriell vorgefertigte Produkte auf dem Teller haben“, ergänzt Wurm.

Gesundheitsministerin Oberhauser rate den Wirten ja zur Unwissenheit:
Sollte ein Unternehmer nicht wissen, wie er sich bei Fragen dem Konsumenten gegenüber verhalten soll, möge er laut Oberhauser einfach sagen: „Ich weiß es nicht.“ „Solche Auskünfte sind ein Armutszeugnis für die Regierung, ohne Herz und Hirn oder gesunden Menschenverstand“, so Wurm und Haider.

„Es wäre Aufgabe der Regierung gewesen, sich schützend vor die heimische Gastronomie und den heimischen Tourismus als wesentlichem Wirtschaftszweig in Österreich zu stellen. Sie hätte der EU klarmachen müssen, dass wir das mit uns nicht machen lassen. Stattdessen wurde in der üblichen Musterschülermentalität alles brav abgenickt. Daran ändern auch die verzweifelten Versuche von schwarzen und roten Kämmerern – wie Turecek – nichts, dieses Bürokratiemonster jetzt schönzureden. Noch mehr Bürden, noch mehr Schikanen, noch mehr Vorschriften und saftige Strafen: Diese Suppe haben Rot und Schwarz den Betrieben eingebrockt“, so Wurm und Haider.