Innenministerium: Asylwerber steigern Drogenkriminalität in Österreich

In Österreich aufhältige Asylwerber steigern die Drogenkriminalität erheblich. Das ergibt eine Anfragebeantwortung von Innenminister Wolfgang Sobotka an den Tiroler FPÖ-Nationalratsabgeordneten Peter Wurm. Vor allem die Anzahl der Drogenkonsumenten mit Asylwerberstatus ist erheblich angestiegen. Während im Gesamtjahr 2015 insgesamt 1.670 Asylwerber beim Drogenkonsum durch die Polizei ertappt wurden, stieg diese Zahl 2016 in den ersten neun Monaten bereits auf 3.300.

Spitzenreiter ist die Bundeshauptstadt Wien, wo es einen Anstieg 2015 zu den ersten neun Monaten 2016 von 977 auf 2.134 Drogenkonsumenten mit Asylwerberstatus gab.

Drogenweitergabe durch Asylwerber ebenfalls gestiegen

Aber nicht nur der Drogenkonsum bei Asylwerbern ist gestiegen, auch bei der Weitergabe von Drogen an andere Drogenkonsumenten als Dealer erhöhen die Asylwerber die Statistik nachhaltig. Während im Gesamtjahr 2015 insgesamt 1.620 Asylwerber als Dealer ertappt wurden, waren dies in den ersten neun Monaten 2016 bereits 1.639. In Oberösterreich stieg die Zahl der Drogendealer aus dem Asylwerbermilieu etwa von 57 auf 130, in Niederösterreich von 55 auf 106 und im Burgenland von einem auf 22 Täter.

Bei der dritten Kategorie, d.h. Konsum und Weitergabe gab es ebenfalls starke Steigerungen, von 281 im Gesamtjahr 2015 auf 927 in den ersten neun Monaten 2016. Hauptbrennpunkt der Drogenkriminalität ist hier wiederum die Hauptstadt Wien, wo es zu einer Steigerung in den Vergleichszeiträumen von 135 auf 567 Asylwerber kam. In Niederösterreich stiegen die Delikte Konsum und Weitergabe von 38 auf 72, in Oberösterreich von 29 auf 97 und im Burgenland von einem auf 16 Asylwerber.