Minderjährige Drogentote im Asylwerbermilieu: Fall fürs Parlament

Eine FPÖ-Anfrage, gestellt vom Tiroler Nationalratsabgeordenen Peter Wurm, rollt nun den Drogentod einer 15-jährigen am 27. September 2016 im Innsbrucker Asylwerbermilieu auf. Die Minderjährige war laut Medienberichten im Beisein von zwei syrischen Asylanten in einer Wohnung im Stadtteil Wilten mit Kokain versorgt worden. Als das Mädchen nach dem Drogenkonsum kollabierte, entledigten sich die beiden Asylanten des Mädchens, indem sie sie einfach in einem Hausgang ablegten.

Die 15-jährige verstarb in weiterer Folge im Krankenhaus an den gesundheitlichen Folgen des Kokain-Konsums. Den Syrern werden nun unter anderem unterlassene Hilfeleistung und die Weitergabe der Drogen an die Minderjährige strafrechtlich zur Last gelegt.

Fand der Drogenkonsum in einer Asylantenunterkunft statt?

Vor diesem Hintergrund soll der für die polizeilichen Ermittlungen zuständige Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) nun insbesondere zum Aufenthaltsstatus der beiden beteiligten Syrer und zu den weiteren Umständen rund um den erfolgten Drogenkonsum Stellung nehmen. So stehen vor allem die Asylantenunterkunft und die familiäre Herkunft der Toten im Zentrum der parlamentarischen Anfrage.

Auch die Kausalkette rund um die Herkunft der Drogen und ihre Verabreichung an das Mädchen soll geklärt werden. Darüber hinaus soll überhaupt bekannt gegeben werden, wie viele solcher oder ähnlicher Fälle, wo Mädchen durch Asylanten zum Drogenkonsum verleitet worden sind, in Österreich bereits erfasst wurden.