NR Wurm: „Einziger Sinn der Sektsteuer ist jener, dass die rot-schwarze Regierung ein österreichisches Qualitätsprodukt vernichtet.“

Über 3000 heimische Betriebe müssen nun um das wirtschaftliche Überleben kämpfen.

„Die Sektsteuer wieder einzuführen ist ‚Schwachsinn’ – in steuerlicher, in wirtschaftlicher und in sozialer Hinsicht. Sie wurde aus guten Gründen im Jahr 2005 auf Null gesetzt“, betont FPÖ-Nationalrat Peter Wurm in einer Aussendung. Daher sei es völlig unverständlich, dass die SPÖ- und ÖVP-Abgeordneten die „Kasperliade“ Sektsteuer im gestrigen Finanzausschuss durchgewunken haben. „Die Steuereinnahmen werden deutlich unter den Erwartungen bleiben. Nicht nur, dass SPÖ und ÖVP das Glaserl Sekt für den Einzelnen wieder zum Luxusgut machten, der Umsatz beim österreichischen Sekt wird zurückgehen. Das trifft Sektproduzenten, Handel, Gastronomie sowie die mit der Sekterzeugung verbundenen Wirtschaftszweige –von den Winzern über die Flaschenabfüllung bis hin zu Transportunternehmen. Damit gefährdet die Regierung Arbeitsplätze“, warnt Wurm. Allein bei den heimischen Winzern, die den Grundwein herstellen, seien es rund 3.000 Betriebe. Die Regierung werde die von ihr erwarteten Steuereinnahmen daher nicht generieren können. „Die Vorstellungen der Regierung sind ‚überschäumend’, Experten gehen davon aus, dass es maximal 20 Millionen Euro werden, nicht 35 Millionen Euro. Frizzante, Perlweine und gemeinhin als „Prosecco“ bezeichnete Schaumweine sind von der Steuer ja nicht erfasst“, erklärt Wurm. Die Rechnung der Regierung, die auf 40 Millionen konsumierter Flaschen jährlich basiere, gehe daher nicht auf. „Dafür beschert uns die Regierung die absurde Situation, dass ein in Österreich erzeugter Sekt in Hinkunft in Deutschland billiger sein wird. In Italien und Deutschland freut man sich wahrscheinlich schon auf den Zustrom der Tiroler Kunden. Die Prosecco-Produzenten lassen wahrscheinlich ohnehin schon den Drehverschluss ‚knallen'“, so Wurm.