NR Wurm: „Ich fordere ein Österreich-Ministerium (Sport-Kultur-Tourismus) und die Rückgabe von Tiroler Eigentum.“

Sport, Kultur und Tourismus sollten in einem Ministerium gebündelt werden. Der Bund soll die Eigentumsrechte an Schloss Ambras, der Innsbrucker Hofburg und des Innsbrucker Hofgartens an das Land Tirol rückübertragen.

„Statt regiert wird abkassiert, statt die Wirtschaft zu entfesseln legen ihr SPÖ und ÖVP zusätzlich Handschellen an. Und die Tiroler Interessen sind in Wien sowieso abgemeldet“, fasst heute FPÖ-Nationalrat Peter Wurm die Lage nach Bildung der SPÖVP-Koalition zusammen. Die rot-schwarze Koalition agiere konzept-, mut- und ideenlos. Das zeige sich auch an der Ressorteinteilung. Wurm fordert ein „Österreich-Ministerium“, das heißt, ein Ressort, das die Kompetenzen und Zuständigkeiten auf Bundesebene in den Bereichen Sport, Kultur und Tourismus bündelt. „Sport, Kultur und Tourismus sind für Österreich, insbesondere aber die Fremdenverkehrsregion Tirol jene drei Standbeine, die einen großen Anteil an der Wertschöpfung der heimischen Wirtschaft und der Schaffung von Arbeitsplätzen haben. Der Tiroler Tourismus beschäftigt rund 71.000 Erwerbstätige, der direkte Anteil des Tourismus am BIP in Tirol beträgt im Schnitt rund 18 Prozent. Ein ‚Österreich-Ministerium’ wäre ein starker Impuls für die Tourismuswirtschaft und für das Bundesland Tirol“, so Wurm. „Für ein solches Ressort müsse sich daher auch Landeshauptmann Platter stark machen „Die Abschaffung des Wissenschaftsministeriums hat Platter ja einfach hingenommen. Dadurch haben die Tiroler Landesuniversität in Innsbruck und die beiden Fachhochschulstandorte MCI Innsbruck und FH Kufstein keinen Ansprechpartner mehr am Regierungstisch. Platter hat sich mit einem Landwirtschaftsminister ‚abspeisen’ lassen, der nur in nur in der Geburtsurkunde ‚Tiroler’ stehen hat und schon längst zum Wiener/Brüssler Bürokraten mutiert ist. Mit dem Einsatz für ein Österreich-Ministerium könnte Platter zeigen, ob sein Herz ausschließlich großkoalitionär schlägt oder ob ihm ein Rest Tiroler mit ‚Herz und Verstand’ innewohnt“, so Wurm. Ein besonderes Anliegen ist dem freiheitlichen Nationalrat auch das seit vielen Jahren ausständige „Heimfallsrecht“ Tirols bzw. Innsbrucks für zentrale Einrichtungen der Tiroler Landeskultur. „Seit vielen Jahren und Jahrzehnten liefern die Tiroler brav ihre Steuern und Abgaben nach Wien, ins Finanzministerium, deshalb sollte es hier ein ‚kleines Dankeschön’ geben. ich fordere die Rückübertragung der Eigentumsrechte an Schloss Ambras, der Innsbrucker Hofburg und des Innsbrucker Hofgartens an das Land Tirol. Darüber hinaus sollte man auch über die Rückgabe von land- und forstwirtschaftlicher Liegenschaften in Tirol, die teilweise im Eigentum der österreichischen Bundesforste sind, nachdenken“, so Wurm.