NR Wurm: „Standesdünkel von Töchterle und Maurer schieben bildungspolitische Anerkennung für HTL-/HLFL-Ingenieure auf die lange Bank“

HTL-/HLFL-Ingenieure mit nachgewiesener fachbezogener dreijähriger Berufspraxis sollten im Nationalen Qualifikationsrahmen in Stufe 6, also auf Bachelor-Niveau, einstuft werden. Der freiheitliche Antrag wurde auf Vorschlag Töchterles im gestrigen Unterrichtsausschuss vertagt.

„Standesdünkel und akademische Eitelkeit sind die wahren Gründe, warum ÖVP, Grüne, federführend die Tiroler Mandatare Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Töchterle (ÖVP) und Siegrid Maurer (Grüne), HTL-/HFL-Ingenieuren die entsprechende Anerkennung ihrer Ausbildung im Nationalen Qualifikationsrahmen (NQR) verweigern“, kritisiert heute NAbg. Peter Wurm, Mitglied des Unterrichtsausschusses. „HTL/HLFL-Ingenieure mit nachgewiesener fachbezogener dreijähriger Berufspraxis sollten im Nationalen Qualifikationsrahmen in Stufe 6, also auf Bachelor-Niveau, einstuft werden. Unser Antrag wurde im Unterrichtsausschuss aber vertagt – und das mit fadenscheinigen Begründungen“, erläutert der FPÖ-Politiker. So habe Ex-Minister Töchterle vorgeschlagen, den Antrag zu vertagen, weil am Nationalen Qualifikationsrahmen noch gearbeitet werde. „Daran wird schon seit Jahren gearbeitet, die Schaffung von Nationalen Qualifikationsrahmen (NQR) wurde bereits beim Bologna-Gipfel 1999 beschlossen. Worauf will der Herr Ex-Minister also noch warten“, fragt sich Wurm.

Maurer warnte, berichtet Wurm, gar vor einer Nivellierung nach unten, wenn der „Bachelor“-Titel mit dreijähriger Berufspraxis gleichgesetzt werde. „Man merkt, Ex-ÖH-Vorsitzende und Bachelorstudentin Maurer hat von der Realität keine Ahnung geschweige denn jemals einen Fuß in den freien Arbeitsmarkt gesetzt. Mit dem Ingenieurtitel wird nicht nur formale Bildung, sondern auch qualifizierte Berufserfahrung dokumentiert. In Österreich erkennt die Wirtschaft dies seit langem an. Es ist mehr als angebracht, dieser österreichspezifischen Ausbildung im internationalen Vergleich endlich die zustehende Anerkennung zukommen zu lassen“, erklärt Wurm.