NR Wurm: „Statt die Zillertalbahn langsam sterben zu lassen, sollte die SPÖ-Verkehrsministerin Geld in die Hand nehmen und die Bahn entsprechend fördern, um sie technisch auf die ‚Höhe der Zeit‘ zu bringen.“

FPÖ spricht sich für einen Tiroler Verkehrsgipfel aus

Als „Anschlag auf eine Lebensader der Region“ bezeichnet FPÖ–Nationalrat Peter Wurm die Kündigung des Güterverkehr-Kooperationsvertrags mit der Zillertalbahn durch die Rail Cargo. Er tritt vehement für eine Stärkung der Bahn ein. „Statt die Zillertalbahn langsam sterben zu lassen, sollte die SPÖ-Verkehrsministerin Geld in die Hand nehmen und die Bahn entsprechend fördern, um sie technisch auf die ‚Höhe der Zeit“ zu bringen. Da wir ja angeblich kein Budgetloch haben, müsste das doch möglich sein“, so Wurm. Er verlangt zudem einen Tiroler Verkehrsgipfel mit der Ministerin, bei dem auch die Zillertalbahn Thema sein müsse. „Statt der Demontage der Zillertalbahn gegenzusteuern, lässt Doris Bures lässt die Tiroler wieder einmal – Stichwort Vignettenpflicht Kufstein und Unterinntalmaut – im Stich und sieht sich das Drama erste Reihe fußfrei’ lieber von Wien aus an. Damit muss Schluss sein“, so Wurm. Bereits 2012 habe die Zillertalbahn deutliche Verluste verzeichnet, unter anderem weil Aufträge im Güteverkehr weggefallen seien. „Es ist kaum anzunehmen, dass die aktuellen Vertragsverhandlungen mit Rail Cargo die Bedingungen verbessern werden. Das wird mittelfristig auch das Aus für den Personenverkehr bedeuten“, warnt Wurm. Immerhin gehe es hier um über zwei Millionen Fahrgäste und die Wintersporthochburg Österreichs. „Rail Cargo und die Verkehrsministerin leisten an der Zillertalbahn ‚Sterbehilfe’. Diese scheibchenweise Demontage eines Tiroler Traditionsunternehmens schadet dem Wirtschaftsstandort, dem Tourismus, vernichtet Arbeitsplätze und beeinträchtigt die Mobilität einer ganzen Region. Und da die Güter ja irgendwie von A nach B kommen müssen, nämlich dann mit dem Lkw, schadet das ‚nebenbei‘ auch der Umwelt“, so Wurm.