NR Wurm und LA Schwaiger: „Dass fünf Gemüsebauern die Straub-Kaserne gekauft haben, ist besser als hätten russische Oligarchen ‚zugeschlagen‘ – auch das hätte passieren können.“

Der Kauf des Areals der ehemaligen Straub-Kaserne wäre für Hall eine Jahrhundertchance gewesen. Auf diesem rund 91.000 Quadratmeter großen Areal hätte ein Gewerbepark entstehen, Jobs hätten geschaffen werden können, Kommunalsteuern wären geflossen. Aber die angebliche Wirtschaftspartei ÖVP hat die einst reiche Stadt derart abgewirtschaftet, dass sie den Kaufpreis – angeblich zwischen zehn und rund 13 Millionen Euro – offensichtlich nicht aufbringen konnte“, kritisieren FPÖ-Nationalrat Peter Wurm und LAbg. Hildegard Schwaiger. Die Bietergemeinschaft rund um fünf landwirtschaftliche Betriebe aus Thaur hätte jene unternehmerische Umsicht, Weitsicht und Finanzstärke bewiesen, die der ÖVP-Führung in Hall gänzlich fehle. „Dass fünf Gemüsebauern die Straub Kaserne gekauft haben, ist zwar besser als hätten russische Oligarchen ‚zugeschlagen‘ – auch das hätte passieren können. Aber: Als Gewerbegebiet hätte das Areal alle Möglichkeiten geboten – inklusive einer exzellenten Verkehrsanbindung. Mittel- und langfristig hätte man die Stadtfinanzen mit den Einnahmen aus der Kommunalsteuer sogar sanieren können“, so Wurm. Nach dem desaströsen Rechnungshofbericht über die Finanzgebarung der Stadt Hall – über eine Milliarde Schilling Schulden hat Hall laut Bericht des Rechnungshof Ende 2011 angehäuft, der Löwenanteil „versteckt“ in Beteiligungsunternehmen – sei der „Leider-Nein-Kauf“ des Kasernenareals das nächste Debakel für die ÖVP. „Dass ausgerechnet der frühere Haller Bürgermeister Johannes Tratter jetzt für die Tiroler Landesfinanzen verantwortlich zeichnet, lässt nichts Gutes für das Land erhoffen“, so Schwaiger abschließend.