NR Wurm und LA Schwaiger: „Kümmern sie sich um wirkliche Probleme des Landes und um ihr Ressort, Herr Minister Rupprechter, nicht um Adoptionsrechte für gleichgeschlechtliche Paare.“

Nationalrat Peter Wurm und die gesellschaftspolitische Sprecherin im Tiroler Landtag LAbg. Hildegard Schwaiger üben Kritik an der politischen Gewichtung des Tiroler ÖVP-Ministers.

„Als ‚Entertainer‘ hat Minister Rupprechter ein breites ‚Showprogramm‘. Vom ‚Herz Jesu‘ bis hin zum Verfechter des Adoptionsrechts für gleichgeschlechtliche Paare. Haben wir tatsächlich keine anderen Sorgen, Herr Minister?“ Fragen sich NAbg. Peter Wurm und LAbg. Hildegard Schwaiger in einer gemeinsamen Aussendung. „Kümmern sie sich um die wirklichen Probleme des Landes und um ihr Ressort, Herr Minister, nicht um Adoptionsrechte für gleichgeschlechtliche Paare. Die Wirtschaft stagniert, das Budget läuft aus dem Ruder, die Steuerlast steigt genauso wie die Zahl jener, die keinen Job haben“, konkretisiert Wurm. Die 450.000-Marke an Arbeitslosen sei leider bald erreicht. Tirol selbst liege bei den steigenden Arbeitslosenzahlen und bei sinkenden freien Stellen leider ganz vorn. „Das sind die Themen, über die sich ein Mitglied einer Regierungspartei Gedanken machen sollte. Aber vielleicht verliert so manches Bergbauerkind die Bodenhaftung, wenn es in die Höhen der Wiener Politik aufsteigt“, führt Wurm weiters aus. Zudem hätte der Landwirtschaftsminister auch im eigenen Ressort reichliche Betätigungsmöglichkeiten. „Das Alm-Chaos wirft noch zahlreiche Fragen auf. Wann kommt der Bericht der ‚Sonderkommission Alm‘. Und wer ist jetzt wirklich verantwortlich, die AMA, Ihr Ministerium, die Landwirtschaftskammer?“ Der Landwirtschaftsminister könnte sich auch über die Sektsteuer Gedanken machen – und ihre Folgen für rund 3.000 Winzer, denen bald das Geschäft wegbrechen werde. „Nicht zu vergessen: Die Steuer auf Pferdeeinstellung – und die gewerberechtlichen Folgen für die Bauern, bei denen es sich um die Haupteinkünfte handelt“, führt Wurm weiters aus. Für die gesellschaftspolitische Sprecherin im Tiroler Landtag, Schwaiger, steht hingegen fest, dass das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare nicht in Frage kommt: „Sogar die ÖVP distanziert sich bereits von Rupprechter, weil seine Parteikollegen Angst haben, dass Rupprechter die letzten Kernwähler der Schwarzen endgültig vertreibt.“