NR Wurm: „Wirtschaftsleistung unserer HTL/HLFL-Ingenieure endlich auch bildungspolitisch Anerkennen.“

Es ist höchst an der Zeit die stiefmütterlich behandelte HTL-Ausbildung auf jene Stufe zu setzen, die sie verdient.

Der OECD Bericht schmückt sich u.a. mit folgendem Satz, „Ein hoher Bildungsabschluss und ein hohes Kompetenzniveau wird auf dem Arbeitsmarkt belohnt werden.“ „Das ist völlig richtig, aber warum wird dann nicht auf unsere HTL/HLFL-Ingenieure eingegangen, die seit Jahrzenten wichtige Arbeit für die heimische Wirtschaft leisten und eine entsprechende Anerkennung im internationalen Vergleich mehr als verdient haben“, fragt sich NAbg. Peter Wurm, Mitglied des Unterrichtsausschusses.

„Die fünfjährige Schulausbildung und die HTL-Matura sind sehr anspruchsvoll und die Standesbezeichnung Ingenieur wird zudem erst nach einer dreijährigen facheinschlägigen Berufspraxis verliehen“, ergänzt Wurm. Unser Antrag, dass die HTL/HLFL-Ingenieure mit nachgewiesener fachbezogener dreijähriger Berufspraxis im Nationalen Qualifikationsrahmen in Stufe 6, also auf Bachelor-Niveau, eingestuft werden sollten, wurde in der Nationalratssitzung vom 12. März 2014 eingebracht und mit fadenscheinigen Begründungen vertagt. Eine darauf eingebrachte Petition wurde vom Petitionsausschuss an den Unterrichtsauschuss verwiesen, in diesem aber nicht mehr weiter behandelt. „Insgesamt erscheint der Fortschritt in diesem Bereich sehr träge. Immerhin wurden bereits 2009 erste Prinzipien der Zuordnung entschieden. Seit dem gibt es nur mehr Öffentlichkeitsarbeit“, bedauert NAbg. Peter Wurm.

„Es müssten konkrete Schritte gesetzt werden, wie z.B. eine Definition des NQR-Verfahrens bei der Koordinierungsstelle für den NQR in Österreich, sowie die Involvierung der Stakeholder um in diesem Bereich gute Ergebnisse zu erzielen“, erläutert Wurm. „Wenn es notwendig ist, reformieren wir eben das Ingenieursgesetz“, so Wurm abschließend.