Ökologie-Institut: 121.800 Tonnen vermeidbare Lebensmittelabfälle

Neue Zahlen und Fakten hat das Österreichische Ökologie-Institut zum Thema Lebensmittelverschwendung veröffentlicht. Laut Ökologie-Institut entfallen alleine rund 121.800 Tonnen Abfall alljährlich auf die heimische Lebensmittelproduktion, wie in der Studie „Abfallvermeidung in der österreichischen Lebensmittelproduktion“ erhoben worden ist.

Backwaren landen am häufigsten im Müll

Als Hauptursachen für das Entstehen von vermeidbaren Lebensmittelabfällen wurden in der Studie vor allem die Herstellungsprozesse, Retourwaren, Fehl- und Überproduktionen, Qualitätssicherung, wie Rückstellmuster und Laborproben, sowie Transport- und Lagerungsschäden ausgemacht.

Mit nicht weniger als 51.700 Tonnen nimmt die Backwaren-Branche den größten Anteil an vermeidbaren Lebensmittelabfällen ein. Allein 35.600 Tonnen davon sind Brot und Gebäck, die als Retourwaren an die Produzenten zurückschickt werden.

Weitergabe von Lebensmitteln soll erleichtert werden

Das Ökologie-Institut schlägt nun entsprechende Rahmenbedingungen vor, die die Weitergabe von Lebensmitteln welche noch verwertbar sind, rechtlich zulässt. Bisher sind die Experten mit ihren Vorschlägen allerdings bei den Regierungsparteien SPÖ und ÖVP in Sachen Vermeidung von Lebensmittelverschwendung auf taube Ohren gestoßen.

Lediglich die FPÖ hat als einzige Oppositionspartei das Thema Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung immer wieder auf die Agenda des Nationalrats gesetzt. Für die kommende Legislaturperiode kündigt FPÖ-Konsumentenschutzsprecher Peter Wurm auf der Grundlage der vorliegenden Studie des Ökologie-Institut neue Initiativen an.