Leistung muss sich wieder lohnen

wurm-parlamentSeit Herbst 2013 bin ich Abgeordneter zum Nationalrat. Als Parlamentarier bin ich noch „jung“. Ich arbeite aber seit über 30 Jahren in der Privatwirtschaft und habe Familie. Ich kenne die Probleme, die „normale“ Menschen haben, aus eigener Erfahrung. Und das definiert auch meine politischen Ziele im Nationalrat. Ich sehe mich als „Lobbyist“ für alle, die keine Lobby haben. Wie diejenigen, die kein „Vitamin P“ haben und auch nicht im „geschützten Bereichen“ arbeiten, sondern in der Privatwirtschaft ihr Geld verdienen – egal, ob als Angestellter, Arbeiter oder Unternehmer. Es muss in Österreich wieder möglich werden, durch Fleiß etwas zu erreichen. Leistung muss sich lohnen. Und: Sozialstaat ja, aber kein Sozialmissbrauch.

Ich bin der einzige „echte“ Wirtschaftstreibende aus Tirol im Nationalrat. Ich bin selbstständig und erlebe tagtäglich, was das in Österreich heißt: Amtsschimmel und Hochsteuerlast. Damit muss Schluss sein. Die Wirtschaft braucht Rahmenbedingungen, die es ihr möglich macht, wieder mehr Jobs zu schaffen. Wenn heute drei Prozent Lohnerhöhung bedeuten, dass der Unternehmer 4,5 Prozent mehr zahlt und dem Arbeitnehmer maximal ein Prozent übrig bleibt, dann läuft etwas gewaltig schief.

Kinder haben ein Recht auf eine Zukunft

Wir brauchen Chancengleichheit – und die muss früh ansetzen. Die Ausbildung eines Kindes darf nicht davon abhängen, in welche Familie es hineingeboren wurde. Die Parteibuchwirtschaft hat in der Bildung nichts verloren. Wer heute nicht dem linkslinken Familienbild entspricht, ist abgemeldet. Ich stehe zu meinem traditionellen Familienbild. Und diese Familie besteht aus Mutter, Vater und Kindern. Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft, sie muss uns etwas wert sein. Als Familienvater habe ich Verantwortung, nicht nur dafür, meinen Kindern eine guten Start ins Leben zu ermöglichen. Wir müssen unseren Kindern ein funktionierendes Sozialsystem, einen funktionierenden Staat, eine intakte Umwelt und eine sicheres Land zu hinterlassen. Auf der anderen Seite kommt es nicht in Frage, die ältere Generation, die hart gearbeitet und dieses Land wieder aufgebaut hat, im Stich zu lassen.

Wir sind Mitglied in der Europäischen Union. Das heißt aber nicht, dass wir Österreicher alles kritiklos schlucken, was uns von der EU vorgesetzt wird. Ich stehe zu meiner Heimat – und die hat Vorrang. Es muss wieder möglich werden, stolz auf seine Heimat zu sein und für sie das Beste herauszuholen. Ich bin Milser, Tiroler, Österreicher – und dann Europäer. Und nicht umgekehrt.